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KYMA
Projektart
Multimedia performance
Besetzung: E-Geige, E-Orgel, Synthesizer, Visual-Performer | 4-Kanal-Klang + Live-Video
Jahr
2024
Kyma ist eine multimediale Live-Performance, in der ein elektroakustisches Ensemble und eine analoge Echtzeit-Visualisierung multimedial interagieren. Ausgangspunkt ist das Erschaffen eines Feedbacksystems, und dessen dynamische Reaktion auf visuelle und akustische Eingriffe des Ensembles. Eine wichtige Fragestellung ist hierbei auch der Menschengemachte Einfluss auf unsere Umwelt und die daraus resultierenden Folgen.
Die Klänge des Trios – inspiriert ua. durch Noise / Electronica – interagieren in Echtzeit mit einer Wasseroberfläche. Die Oberfläche wird durch einen Transducer angeregt, beinflusst durch die Dynamik und den Gesamtklang des Ensembles. Dadurch entstehen Wellenmuster auf dem Wasser, die der Visual-Performer durch Substanzen und Objekte sowie Licht und Kameraeinstellung modifiziert. Je nach Beschaffenheit der Eingriffe durch Ensemble und Performer, wandelt sich die Dynamik des Wassers – ein sichtbares Echo der musikalischen und performativen Aktionen. Das Geschehen wird live gefilmt, projiziert und bildet eine eigene, mit dem Klang verwobene Ebene; die Musiker*innen reagieren ihrerseits auf die Bildimpulse. So entsteht ein Dialog, der weit über eine bloß ornamentale Visualisierung hinausreicht und die Musiker*innen agierender und reagierender Teil zugleich sind. Die Komposition gliedert sich in klar getrennte Szenen, zwischen denen kurze Pausen wie filmische Schnitte wirken. Manche Abschnitte sind präzise auskomponiert, andere offen notiert und geben nur Dauer und Klangcharakter vor. Die Klänge der elektronischen Instrumente werden dabei live mit Effekten behandelt und erschaffen in einem 4-Kanal Setup eine immersive Atmosphäre. Uraufgeführt wurde Kyma 2024 beim Salzburger Limina Festival vom Ensemble NAMES. Die Arbeit verbindet analoge Bildproduktion, Live-Elektronik und algorithmisch gestützte Komposition und macht die unmittelbare Wechselwirkung zwischen Klang und dessen Einfluss auf ein physikalisches Medium welches als Basis für das visuelle Dient sichtbar.

